Woher kommt die Babymassage?
Auf der ganzen Welt finden sich jahrhunderte alte, von Generation zu Generation überlieferte, traditionellen Methoden, Babys zu massieren, zu streicheln und zu massieren. Dieses intuitive Wissen ist unserer Kultur im Zuge der „Modernisierung“ des 20. Jahrhunderts weitgehend verloren gegangen.
Frédérick Leboyer , einen französischer Frauenarzt, Geburtshelfer und Begründer der sanften Geburt, hat in den 1970er Jahren die Babymassage während seiner Arbeit in Indien „wiederentdeckt“ und nach Europa gebracht.
Frédérick Leboyer stellte die (damals revolutionäre!) Forderung auf, dass Babys liebevoll und ohne unnötigen Stress auf die Welt gebracht werden sollten. Aus der Geborgenheit des Mutterleibes soll sich das Neugeborene langsam an die körperlichen und räumlichen Veränderung gewöhnen dürfen.
Was macht man bei der Babymassage?
In ruhiger, entspannter und warmer Atmosphäre, wird nach und nach eine Ganzkörpermassage aufgebaut. Dabei werden stets die Bedürfnisse und Signale des Babys wahrgenommen.
Bei regelmäßiger Durchführung werden die Massagebewegungen fließend und es entsteht über Berührung, Blickkontakt und Stimme ein Wechselspiel der Kommunikation. Der Bindungsprozess, welcher schon in der Schwangerschaft begann, wird intensiviert. Babymassage kann genutzt werden um eine sichere, vertrauensvolle Basis für die Kindheit und für ein ganzes Leben zu schaffen.
Interessiert Dich das Thema Bindung bzw. Beziehungsverhalten von Kindern in den ersten Lebensmonaten? Dann kannst du hier mehr erfahren.
Was ist zu beachten?
Eine Massage sollte nur gemacht werden, wenn man selbst die nötige Ruhe und Geduld verspürt. Nimm dir also Raum und Zeit tief durchzuatmen und ganz bei dir und deinem Baby zu sein. Über die feine Sinneswahrnehmung des Kindes kann sich die Stimmung des Massierenden auf das Baby übertragen.
Je jünger das Baby ist, desto häufiger wechselt der Bewusstseinszustand von:
- Tiefschlaf
- REM-Schlaf
- Aufwachend-Verträumt
- Ruhig-Aufmerksam
- Wach-erzählend
- Unruhig, ein Bedürfnis anmeldend
- Weinen
Am geeignetsten für die Babymassage ist der ruhige, aufmerksame Bewusstseinszustand. Das Baby ist dann wach, der Körper entspannt, die Augen weit geöffnet. Es ist bereit für neue Sinneswahrnehmungen.
Wann sollte nicht massiert werden?
Bei Fieber, starkem Durchfall, entzündlichen Hauterkrankungen mit Ekzemen (wie z.B. Masern, Röteln, Scharlach), Sonnenbrand, Verbrennungen.
Wenn das Kind hungrig ist oder direkt nach einer Mahlzeit (Wenn ein Bedürfnis angemeldet wird).
Impfeinstichstellen sollten großzügig umgangen werden.
Nach einem Schlüsselbeinbruch durch die Geburt sollte an der betroffenen Seite nicht massiert werden.
Bei Herzfehlern sollte auf die Fußreflexzonenmassage verzichtet werden
Fragen / Anmeldung:
Hast Du Fragen zur Babymassage? Oder möchtest Du Dich für einen Babymassage Kurs in Berlin anmelden? Dann sprich mich einfach an: info@will-keinen-spam.karin-strehlke.de; Tel: 030-23 88 73 88 oder benutze mein Kontaktformular.
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